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Chronische Kopfschmerzen loswerden: Osteopathie statt Schmerztabletten

Veröffentlicht am 10. Dezember 2025•Von Joshua Alsen
#chronische Kopfschmerzen#Kopfschmerzen Osteopathie#HWS-Blockade Kopfschmerzen#Spannungskopfschmerzen Behandlung#Kopfschmerzen ohne Medikamente#chronische Kopfschmerzen Hamburg
Chronische Kopfschmerzen loswerden durch Osteopathie statt Schmerztabletten

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Chronische Kopfschmerzen loswerden: Osteopathie statt Schmerztabletten

Sie wachen morgens auf – und der Kopfschmerz ist schon da. Mittags eine Ibuprofen. Abends die zweite. Am nächsten Tag das Gleiche. Seit Monaten. Ihr Arzt sagt „Spannungskopfschmerz" und verschreibt Ihnen stärkere Tabletten. Aber was, wenn die wahre Ursache Ihrer Kopfschmerzen nicht im Kopf liegt – sondern im Nacken, Kiefer oder Nervensystem? Und Schmerzmittel nur das Symptom unterdrücken, nicht die Ursache behandeln?

Chronische Kopfschmerzen betreffen in Deutschland über 3 Millionen Menschen.1 Die meisten greifen zu Schmerzmitteln. Doch 70% der chronischen Kopfschmerzen haben eine muskuloskelettale Ursache – und genau hier setzt Osteopathie an. In diesem Artikel erfahren Sie, wie osteopathische Behandlung chronische Kopfschmerzen nachhaltig behandelt – ohne Medikamente.


Das kennen Sie wahrscheinlich

Die Schmerzmittel-Spirale:

Es beginnt harmlos. Ein paar Kopfschmerzen pro Woche. Eine Tablette hilft – erstmal.

Dann:

  • Monat 1-3: Schmerzmittel 1-2x/Woche. Wirkt noch gut.
  • Monat 4-6: Kopfschmerzen häufiger. Tabletten 3-4x/Woche.
  • Monat 7-12: Fast täglich Schmerzen. Tabletten helfen kürzer.
  • > 1 Jahr: Chronische Kopfschmerzen. Medikamenten-induzierter Kopfschmerz (MOH).2

Das Problem: Sie sind im Teufelskreis gefangen:

Kopfschmerzen → Tabletten → vorübergehende Linderung
→ Ursache bleibt → mehr Kopfschmerzen → höhere Dosis
→ Medikamenten-Kopfschmerz → noch mehr Tabletten
→ [Spirale verstärkt sich]

Die Standard-Behandlung:

  • Ibuprofen, Paracetamol (rezeptfrei)
  • Bei Nicht-Wirkung: Triptane (verschreibungspflichtig)
  • Bei Chronifizierung: Prophylaxe (Betablocker, Antidepressiva)
  • Empfehlung: „Stress reduzieren" (aber wie?)

Das Ergebnis: 40% der chronischen Kopfschmerz-Patienten nehmen täglich Schmerzmittel.3 Die Ursache? Unbehandelt.


Warum Schmerzmittel keine Lösung sind

In meiner Praxis behandle ich Kopfschmerzen und Migräne ganzheitlich – mit Fokus auf die tatsächlichen Ursachen statt nur Symptomunterdrückung. Denn chronische Kopfschmerzen entstehen meist nicht im Kopf selbst.

Das Problem mit Schmerztabletten

1. Sie behandeln nur das Symptom

Schmerzmittel blockieren Schmerzsignale im Gehirn. Aber:

  • Die muskuläre Verspannung im Nacken? Bleibt.
  • Die HWS-Blockade? Bleibt.
  • Die Kiefergelenks-Dysfunktion? Bleibt.
  • Die Stressreaktion im Nervensystem? Bleibt.

→ Sobald die Tablette wirkt ab: Schmerz kommt zurück.

2. Sie verursachen medikamenten-induzierten Kopfschmerz (MOH)

Definition: Kopfschmerzen durch Schmerzmittel-Übergebrauch.4

Schwellenwert:

  • 10 Tage/Monat Schmerzmittel → hohes Risiko

  • 15 Tage/Monat → MOH wahrscheinlich

Mechanismus: Das Gehirn gewöhnt sich an Schmerzmittel → Schmerzempfindlichkeit steigt → mehr Kopfschmerzen → mehr Tabletten.

Das Paradox: Die Lösung (Tabletten) wird zum Problem.

3. Nebenwirkungen bei Langzeitgebrauch

Ibuprofen/NSAR:

  • Magenschleimhaut-Schäden (Geschwüre)
  • Nierenschäden (bei Langzeitgebrauch)
  • Erhöhtes Herzinfarkt-Risiko (+30% bei täglicher Einnahme)5

Paracetamol:

  • Leberschäden (bereits ab 4g/Tag!)
  • Reduzierte Glutathion-Produktion (wichtig für Entgiftung)

Triptane:

  • „Rebound"-Kopfschmerzen
  • Serotoninrezeptor-Downregulation

Die 5 häufigsten Ursachen chronischer Kopfschmerzen

1. Halswirbelsäulen-Dysfunktion (HWS) – 60% der Fälle!

Das Problem:

Die obere HWS (C0-C2, Atlas-Axis) ist extrem beweglich – und direkt mit dem Schädel verbunden.

Anatomie:

  • C0-C1 (Atlanto-occipitale Gelenk): 50% der Kopf-Flexion/Extension
  • C1-C2 (Atlanto-axiale Gelenk): 50% der Kopf-Rotation
  • Nerven: C2-C3 innervieren Kopfhaut, Schläfen, Stirn

Wenn diese Gelenke blockiert sind: → Muskuläre Dauerverspannung → Nervenreizung (zervikogener Kopfschmerz) → Reduzierte Durchblutung → Chronische Kopfschmerzen

Typische Symptome:

  • Nackensteifigkeit morgens
  • Schmerzen bei Kopfdrehung
  • Einseitige Kopfschmerzen (beginnt im Nacken, strahlt nach vorne)
  • Schwindel, Benommenheit

Studien: 70% der chronischen Spannungskopfschmerzen haben eine HWS-Komponente.6

Mehr zur ganzheitlichen Behandlung von Nackenbeschwerden: Rückenschmerzen und HWS-Blockaden.


2. Kiefergelenks-Dysfunktion (TMJ) – Die unterschätzte Ursache

Das Problem:

Das Kiefergelenk (Temporomandibuläres Gelenk, TMJ) ist direkt mit Schädel und Nacken verbunden.

Anatomie:

  • TMJ → M. temporalis (Schläfenmuskel)
  • TMJ → M. masseter (Kaumuskel)
  • TMJ → Os temporale (Schläfenbein)

Wenn das Kiefergelenk dysfunktional ist (z.B. durch Zähneknirschen): → M. temporalis dauerverkrampft → Triggerpoints strahlen aus → Schläfenkopfschmerzen, Stirnkopfschmerzen

Typische Symptome:

  • Schmerzen beim Kauen
  • Knacken im Kiefergelenk
  • Nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus)
  • Schmerzen an Schläfen/Stirn/hinter den Augen
  • Morgens Kiefer verspannt

Häufigkeit: 40% der chronischen Kopfschmerz-Patienten haben eine TMJ-Komponente.7


3. Triggerpunkte (myofasziale Schmerzen) – Der verbreitete Täter

Was sind Triggerpunkte?

Lokale Muskel-Verhärtungen, die Schmerzen an entfernten Stellen auslösen (referred pain).

Die Haupt-Täter bei Kopfschmerzen:

M. trapezius (Trapezmuskel):

  • Triggerpunkt: Nacken/Schulter
  • Ausstrahlungszone: Schläfe, hinter dem Ohr

M. sternocleidomastoideus (SCM):

  • Triggerpunkt: Vorderer Hals
  • Ausstrahlungszone: Stirn, über dem Auge

M. suboccipitales (unter dem Hinterhaupt):

  • Triggerpunkt: Nacken-Ansatz am Schädel
  • Ausstrahlungszone: Kompletter Kopf (Spannungshelm)

Ursachen für Triggerpunkte:

  • Chronischer Stress (Dauerverspannung)
  • Schlechte Haltung (Schreibtisch, Smartphone-Nacken)
  • Überlastung
  • Dehydration

Studien: Triggerpunkt-Behandlung reduziert Kopfschmerz-Frequenz um 50-70%.8


4. Vagusnerv-Dysregulation – Die Stress-Komponente

Das Problem:

Der Vagusnerv reguliert:

  • Parasympathikus (Entspannung)
  • Entzündungshemmung
  • Schmerzmodulation

Bei chronischem Stress: → Vagusnerv-Ton ↓ (messbar via Herzratenvariabilität) → Sympathikus-Dominanz (Fight-or-Flight dauerhaft aktiv) → Erhöhte Schmerzempfindlichkeit → Muskuläre Dauerverspannung → Chronische Kopfschmerzen

Typische Symptome:

  • Kopfschmerzen verstärken sich bei Stress
  • Schlafprobleme
  • Innere Unruhe, Nervosität
  • Magen-Darm-Probleme (Vagusnerv innerviert Verdauung!)

Chronischer Stress kann das gesamte Nervensystem dysregulieren. Mehr dazu: Burnout und chronische Erschöpfung ganzheitlich behandeln.


5. Kraniale Dysfunktionen – Die osteopathische Perspektive

Das Problem:

Der Schädel besteht aus 22 Knochen, verbunden durch Schädelnähte (Suturen).

In der Osteopathie:

  • Diese Nähte haben minimale Beweglichkeit (mikroskopisch)
  • Flüssigkeitsdruck (Cerebrospinalflüssigkeit, CSF) erzeugt rhythmische Pulsationen
  • Bei Stress/Trauma: Suturen können „verklemmen"

Wenn kraniale Mobilität reduziert ist: → CSF-Flow gestört → Spannungen in Dura mater (harte Hirnhaut) → Druck-Kopfschmerzen → „Schwerer Kopf", Brain Fog

Typische Symptome:

  • Druck-Gefühl im Kopf
  • „Kopf wie in Watte"
  • Verschlimmerung bei Wetterumschwung
  • Schwindel, Benommenheit

Studien: Kraniosakrale Osteopathie reduziert Migräne-Frequenz um 40-60%.9


Martinas Geschichte: 12 Jahre Kopfschmerzen – 3 Monate Osteopathie

Martina, 38, Marketing-Managerin aus Hamburg-Eimsbüttel:

„Im Januar 2024 hatte ich seit 12 Jahren fast täglich Kopfschmerzen. Mein Leben war bestimmt von Ibuprofen."

Der Abstieg (2012-2024)

„Es begann während meines Studiums. Prüfungsstress. Verspannter Nacken. Gelegentliche Kopfschmerzen – wie jeder, dachte ich.

2012-2015: Kopfschmerzen 1-2x pro Woche. Ibuprofen half.

2016-2019: Häufiger. 3-4x pro Woche. Schmerzmittel waren in meiner Handtasche Pflicht.

2020-2024: Fast täglich. Morgens wachte ich mit Kopfschmerzen auf. Nachmittags eine Tablette. Manchmal zwei.

Meine Hausärztin: ‚Spannungskopfschmerz. Versuchen Sie Stress zu reduzieren.' Sie verschrieb mir Triptane.

Das Problem: Stress reduzieren? In meinem Job unmöglich. Die Triptane halfen kurz – aber machten die Kopfschmerzen langfristig schlimmer (medikamenten-induzierter Kopfschmerz)."

Die erste Untersuchung (die alles veränderte)

„Meine Freundin empfahl Joshua. Beim Ersttermin fragte er Dinge, die noch nie ein Arzt gefragt hatte:

‚Wachen Sie mit Nackenschmerzen auf?' Ja! Jeden Morgen steif.

‚Knirschen Sie nachts mit den Zähnen?' Mein Zahnarzt hatte das erwähnt, ja.

‚Arbeiten Sie am Computer?' 8 Stunden täglich.

‚Beginnen die Kopfschmerzen im Nacken und ziehen nach vorne?' Exakt! Woher wusste er das?

Er untersuchte meinen Nacken, Kiefer, Schädel. Dann sagte er:

‚Ihr Problem sind nicht die Kopfschmerzen selbst – es sind drei Dinge: Ihre HWS ist massiv blockiert (C0-C2), Ihr Kiefergelenk ist dysfunktional durch Zähneknirschen, und Ihr Nervensystem ist im Dauerstress. Die Kopfschmerzen sind nur das Symptom.'

Das ergab SO viel Sinn."

Die Behandlung (12 Wochen)

Woche 1-4: HWS-Mobilisation

  • Atlanto-occipitale (C0-C1) Behandlung – war komplett blockiert
  • Lösen der suboccipitalen Muskulatur
  • Triggerpunkt-Behandlung (M. trapezius, SCM)

Woche 5-8: Kiefergelenk-Behandlung

  • TMJ-Mobilisation (Knorpel war verschoben)
  • Lösen des M. pterygoideus (innerer Kaumuskel)
  • Behandlung der Kaumuskulatur

Woche 9-12: Kraniosakrale Arbeit + Vagusnerv

  • Kraniosakrale Behandlung (Suturen, CSF-Flow)
  • Vagusnerv-Stimulation (für Stressabbau)
  • Integration der bisherigen Behandlungen

Parallel (Selbsthilfe):

  • Aufbiss-Schiene vom Zahnarzt (gegen Zähneknirschen)
  • Arbeitsplatz-Ergonomie optimiert (Monitor-Höhe!)
  • Tägliche Nacken-Übungen (5 Min)
  • Atemübungen für Vagusnerv-Aktivierung

Medikamenten-Reduktion:

  • Woche 1-2: Noch täglich Ibuprofen
  • Woche 3-4: 4-5x/Woche
  • Woche 5-8: 2-3x/Woche
  • Woche 9-12: 1x/Woche oder weniger

Die Ergebnisse (die ich kaum glauben konnte)

Woche 4:

  • Kopfschmerzen: 40% weniger
  • Nackensteifigkeit morgens: Fast weg
  • Schlafqualität: Deutlich besser

Woche 8:

  • Kopfschmerzen: 70% weniger
  • Schmerzmittel nur noch 2x/Woche
  • Kiefer entspannter (weniger Knacken)

Woche 12:

  • 80% weniger Kopfschmerzen!
  • Schmerzmittel: 1x alle 2 Wochen (bei extremem Stress)
  • Lebensqualität: Wie ausgewechselt

6 Monate später (jetzt):

  • Gelegentliche Kopfschmerzen (1-2x/Monat statt täglich!)
  • Keine regelmäßigen Schmerzmittel mehr
  • Präventiv: Osteopathie 1x/Monat zur Erhaltung
  • Selbsthilfe-Übungen täglich

Was mich am meisten überraschte

Es war nicht nur im Kopf. Mein Körper hatte reale, physische Probleme:

  • Mein Atlas (C1) war so blockiert, dass er kaum beweglich war
  • Mein Kiefergelenk war durch jahrelanges Zähneknirschen verschoben
  • Meine Nackenmuskulatur fühlte sich an wie Beton

Die Behandlung war körperlich. Nicht nur Gespräche oder Tabletten – sondern manuelle Behandlung, die die Ursachen löste.

Jetzt verstehe ich: Chronische Kopfschmerzen sind keine ‚Krankheit', die man mit Tabletten managen muss. Sie sind ein Signal des Körpers – und mit der richtigen Behandlung können sie verschwinden."


Wie Osteopathie chronische Kopfschmerzen behandelt

1. Atlanto-Occipitale & HWS-Mobilisation

Ziel: Beweglichkeit von C0-C2 wiederherstellen

Technik: Atlanto-occipitale Dekompression

  • Patient liegt, Osteopath am Kopfende
  • Sanfte Traktion des Hinterhauptsbeins (Os occipitale)
  • Mobilisation der Rotation C1-C2

Effekt:

  • Reduzierte Muskelspannung in suboccipitaler Muskulatur
  • Verbesserte Durchblutung
  • Freier Nervenfluss (C2-C3)
  • → Kopfschmerzen ↓ 50-70%10

Technik: Mobilisation der oberen Rippen

  • Wichtig! Obere Rippen (Rippe 1-2) beeinflussen HWS-Spannung
  • Lösen → weniger Zug auf Nackenmuskulatur

2. Kiefergelenk-Behandlung (TMJ)

Ziel: TMJ-Mobilität verbessern, Kaumuskeln entspannen

Technik: Intraorale TMJ-Mobilisation

  • Mit Handschuh: Behandlung des M. pterygoideus (von innen!)
  • Lösen von Verklebungen im Gelenkknorpel
  • Mobilisation der Gelenkkapsel

Technik: Temporalis- & Masseter-Behandlung

  • Triggerpunkt-Behandlung der Kaumuskulatur
  • Faszien-Release

Effekt:

  • Reduzierte Spannung im Kiefergelenk
  • Weniger Schläfenkopfschmerzen
  • Besserer Schlaf (weniger Zähneknirschen)

3. Triggerpunkt-Behandlung

Ziel: Triggerpunkte deaktivieren, die Kopfschmerzen auslösen

Technik: Ischämische Kompression

  • Gezielter Druck auf Triggerpunkt (M. trapezius, SCM, suboccipitales)
  • Halten für 30-90 Sekunden
  • Triggerpunkt „löst sich" → Schmerz verschwindet

Technik: Dry Needling (bei spezialisierten Osteopathen)

  • Akupunkturnadel direkt in Triggerpunkt
  • „Twitch Response" → Muskel entspannt
  • Sehr effektiv bei hartnäckigen Triggerpunkten

Studien: Triggerpunkt-Behandlung reduziert Kopfschmerz-Intensität um 60%.8


4. Kraniosakrale Osteopathie

Ziel: Schädel-Mobilität verbessern, CSF-Flow optimieren

Technik: Sutura-Mobilisation

  • Sanfte Mobilisation der Schädelnähte
  • Verbesserung der kranialen Rhythmik
  • Lösen von Spannungen in der Dura mater

Technik: Ventrikel-Balancing

  • Ausgleich der CSF-Verteilung in den 4 Hirnkammern
  • Reduziert Druck-Kopfschmerzen

Effekt:

  • „Schwerer Kopf" verschwindet
  • Bessere Klarheit (Brain Fog ↓)
  • Migräne-Frequenz ↓ 40-60%9

5. Vagusnerv-Stimulation

Ziel: Nervensystem herunterregulieren, Stress abbauen

Technik: Foramen jugulare Release

  • Hinter dem Ohr: Vagusnerv-Austrittsstelle
  • Sanfte Dekompression
  • → Vagusnerv-Aktivität ↑

Technik: Zwerchfell-Release

  • Vagusnerv innerviert Zwerchfell
  • Lösen der Zwerchfell-Verspannungen
  • → Bessere Atmung, vagale Stimulation

Effekt:

  • Parasympathikus ↑ (Entspannung)
  • Stress ↓
  • Schmerzempfindlichkeit ↓
  • Kopfschmerzen ↓ 30-50%

Das 4-Wochen-Selbsthilfe-Protokoll

Neben osteopathischer Behandlung können Sie sofort beginnen:

Woche 1-2: Nacken-Mobilität

Übung 1: Suboccipitale Release (täglich 5 Min)

  1. Legen Sie sich auf den Rücken
  2. Platzieren Sie 2 Tennisbälle in einer Socke unter Ihren Hinterkopf (genau am Nacken-Ansatz)
  3. Lassen Sie Ihr Kopfgewicht in die Bälle sinken
  4. Leicht nicken (Ja-Bewegung), 10x
  5. Leicht Kopfschütteln (Nein-Bewegung), 10x
  6. 5 Minuten entspannen

Warum: Löst suboccipitale Muskulatur, reduziert C0-C2 Spannung.

Übung 2: HWS-Rotation (3x täglich)

  1. Sitzen Sie aufrecht
  2. Drehen Sie Kopf nach rechts (so weit schmerzfrei möglich)
  3. Halten Sie 30 Sekunden
  4. Zurück zur Mitte, dann nach links
  5. Wiederholen Sie 3x pro Seite

Woche 3-4: Kiefer-Entspannung

Übung 3: Kaumuskel-Massage (abends)

  1. Tasten Sie Ihre Schläfenmuskulatur (M. temporalis)
  2. Kreisende Massage mit 2-3 Fingern
  3. 2 Minuten pro Seite
  4. Dann Masseter (Wangenmuskel) massieren

Übung 4: Kiefergelenk-Mobilisation

  1. Mund langsam öffnen
  2. Bei halber Öffnung: Kiefer seitlich bewegen (links-rechts)
  3. Weiter öffnen, wieder seitlich bewegen
  4. 10 Wiederholungen

Wichtig: Aufbiss-Schiene vom Zahnarzt (bei Zähneknirschen!)


Woche 3-4: Vagusnerv-Aktivierung

Übung 5: 4-7-8 Atmung (3x täglich, 5 Min)

  1. 4 Sekunden einatmen (durch Nase)
  2. 7 Sekunden Atem anhalten
  3. 8 Sekunden ausatmen (langsam durch Mund)
  4. 10 Wiederholungen

Warum: Aktiviert Vagusnerv → Parasympathikus ↑ → Stress ↓

Übung 6: Kälte-Exposition (morgens)

  • 30 Sekunden kalte Dusche (am Ende)
  • Vagusnerv-Aktivität ↑ 30%
  • Reduziert Entzündung

Selbsttest: Woher kommen Ihre Kopfschmerzen?

Symptom HWS TMJ Triggerpunkt Vagusnerv Kranial
Beginnt im Nacken, zieht nach vorne ✓
Schläfenschmerzen, Schmerzen beim Kauen ✓
Knacken im Kiefergelenk ✓
Einseitige Kopfschmerzen ✓ ✓
„Spannungshelm" (ganzer Kopf) ✓ ✓
Verschlimmerung bei Stress ✓
„Schwerer Kopf", Brain Fog ✓
Schwindel, Benommenheit ✓ ✓
Morgens Nacken steif ✓
Nächtliches Zähneknirschen ✓

Auswertung:

  • Überwiegend HWS: Atlanto-occipitale Dysfunktion → Osteopathie für HWS
  • Überwiegend TMJ: Kiefergelenks-Problem → Osteopathie + Zahnarzt
  • Überwiegend Triggerpunkt: Muskuläre Verspannung → Osteopathie + Massage
  • Überwiegend Vagusnerv: Stress-Komponente → Osteopathie + Stressmanagement
  • Überwiegend Kranial: Schädel-Dysfunktion → Kraniosakrale Osteopathie

Wann Sie zum Osteopathen sollten

Idealer Zeitpunkt:

✓ Chronische Kopfschmerzen >3 Monate ✓ Schmerzmittel >2x pro Woche ✓ Keine Besserung trotz Medikation ✓ Nackenverspannungen, Kieferprobleme ✓ Wunsch nach medikamentenfreier Behandlung

Absolute Indikationen für Osteopathie:

  • Zervikogene Kopfschmerzen (aus HWS)
  • TMJ-Dysfunktion
  • Spannungskopfschmerzen (muskulär)
  • Chronische Migräne (als Ergänzung)

Kontraindikationen:

⚠️ Akute neurologische Ausfälle (Notfall!) ⚠️ Schlaganfall-Verdacht ⚠️ Hirnblutung ⚠️ Hirntumor

→ Bei Red Flags (plötzlichster Kopfschmerz, neurologische Ausfälle, Fieber) → sofort zum Arzt!


Was Sie in meiner Praxis erwartet

Ersttermin (60 Minuten)

1. Ausführliche Anamnese (15 Min)

  • Kopfschmerz-Verlauf (Beginn, Häufigkeit, Charakter)
  • Schmerzmittel-Konsum (Typ, Häufigkeit)
  • Auslöser (Stress, Haltung, Schlaf)
  • Begleitsymptome (Nacken, Kiefer, Schwindel)

2. Funktionelle Untersuchung (20 Min)

  • HWS-Mobilität: C0-C2 Beweglichkeit testen
  • Kiefergelenk: TMJ-Öffnung, Knacken, Schmerz
  • Triggerpunkte: Palpation von Nacken, Schläfen, Schultern
  • Kraniosakral: CSF-Rhythmus, Suturen-Beweglichkeit
  • Haltungsanalyse: Schreibtisch-Haltung simulieren

3. Erste Behandlung (20 Min)

  • Atlanto-occipitale Mobilisation
  • Triggerpunkt-Behandlung (sofortige Linderung oft möglich!)
  • HWS-Mobilisation

4. Nachbesprechung & Behandlungsplan (5 Min)

  • Befunde erklären
  • Prognose (meist 6-10 Sitzungen über 8-12 Wochen)
  • Selbsthilfe-Übungen
  • Medikamenten-Reduktion planen

Folgebehandlungen (45-60 Min)

  • Vertiefte Arbeit an HWS, TMJ, Triggerpunkten
  • Kraniosakrale Behandlung
  • Vagusnerv-Stimulation
  • Anpassung Selbsthilfe-Übungen

Behandlungsfrequenz

Phase 1 (Wochen 1-4): 1x/Woche (intensive Behandlung) Phase 2 (Wochen 5-8): 1x alle 2 Wochen (Stabilisierung) Phase 3 (Wochen 9-12): 1x/Monat (Erhaltung & Prävention)


Häufige Fragen (FAQ)

1. Ersetzt Osteopathie meine Schmerzmittel komplett?

Antwort: Das Ziel ist es, ja – aber schrittweise!

Prozess:

  • Wochen 1-4: Osteopathie + Schmerzmittel (bei Bedarf)
  • Wochen 5-8: Schmerzmittel-Bedarf sinkt meist um 50-70%
  • Wochen 9-12: Viele Patienten brauchen keine regelmäßigen Schmerzmittel mehr

Wichtig: NIEMALS abrupt absetzen (Rebound-Kopfschmerz!). Langsam reduzieren, parallel zur osteopathischen Behandlung.

2. Wie schnell wirkt die Behandlung?

Antwort: Individuell – typischer Verlauf:

Nach 1-2 Behandlungen:

  • Erste Linderung spürbar (20-40% weniger Kopfschmerzen)
  • Nacken beweglicher
  • Besserer Schlaf

Nach 4-6 Behandlungen:

  • Deutliche Verbesserung (50-70% weniger Kopfschmerzen)
  • Schmerzmittel-Bedarf halbiert
  • Triggerpunkte weitgehend gelöst

Nach 8-12 Behandlungen:

  • 70-80% der Patienten: Massive Besserung
  • Schmerzmittel nur noch bei Ausnahmen
  • Erhaltungstherapie (1x/Monat)

WICHTIG: Chronische Kopfschmerzen haben Monate/Jahre gebraucht um zu entstehen. Erwarten Sie keine Wunder in 1-2 Wochen.

3. Funktioniert das auch bei Migräne?

Antwort: Ja – besonders als Prophylaxe!

Studien: Osteopathie reduziert Migräne-Häufigkeit um 40-60%.11

Unterschied zu Spannungskopfschmerz:

  • Migräne: Vaskuläre + neurologische Komponente
  • Osteopathie hilft bei: Triggern (HWS, Stress), Frequenz-Reduktion
  • Aber: Akut-Attacke braucht oft noch Medikation

Kombi-Ansatz:

  • Osteopathie: Prophylaxe (weniger Attacken)
  • Medikamente: Akut-Behandlung (bei Attacke)
  • Ziel: Attacken von 8x/Monat auf 2-3x/Monat reduzieren

4. Muss ich für immer zum Osteopathen?

Antwort: Nein – aber Erhaltungstherapie empfohlen.

Phasen:

  1. Intensiv-Phase (8-12 Wochen): Problem lösen
  2. Erhaltungs-Phase (Monate 3-12): 1x/Monat zur Stabilisierung
  3. Prävention (ab Jahr 2): Alle 2-3 Monate oder bei Bedarf

Vergleich: Wie Zahnarzt-Kontrolle – Prävention ist besser als Behandlung!

Selbsthilfe: Mit Übungen können Sie viel selbst tun. Osteopathie „lehrt" Ihrem Körper wieder, sich selbst zu regulieren.

5. Was ist mit Aufbiss-Schiene bei Zähneknirschen?

Antwort: Absolut empfohlen – als Ergänzung!

Kombination:

  • Aufbiss-Schiene (vom Zahnarzt): Schützt Zähne, reduziert Muskel-Aktivität nachts
  • Osteopathie: Behandelt die Ursache (Kiefergelenk-Dysfunktion, Stress)

Ohne Schiene: Osteopathie hilft, aber nächtliches Zähneknirschen kann Behandlung „zunichte machen"

Mit Schiene: Synergieeffekt – Schiene schützt nachts, Osteopathie korrigiert tagsüber

6. Kann ich trotzdem am Computer arbeiten?

Antwort: Ja – aber Ergonomie ist KRITISCH!

Arbeitsplatz-Optimierung (unerlässlich!):

Monitor:

  • Oberkante auf Augenhöhe
  • Abstand: Armlänge

Tastatur/Maus:

  • Ellenbogen 90° Winkel
  • Unterarme aufgelegt

Stuhl:

  • Füße flach am Boden
  • Rückenlehne stützt LWS

Pausen:

  • Alle 45 Min: 2 Min Nacken-Übungen
  • Alle 2 Std: 5 Min Spazieren

Ohne Ergonomie: Osteopathie = Kampf gegen Windmühlen Mit Ergonomie: Osteopathie kann nachhaltig wirken

7. Was kostet die Behandlung?

Antwort: 150 EUR pro Sitzung (60 Min)

Gesamt (Erstbehandlung 8-12 Wochen):

  • 6-10 Sitzungen = 900-1.500 EUR

Krankenkassen-Erstattung:

  • Private KK: Meist 80-100%
  • Gesetzliche KK: Teilerstattung möglich (Zusatzversicherung!)

ROI (Return on Investment):

  • Schmerzmittel: 5-10 EUR/Tag x 365 = 1.800-3.600 EUR/Jahr
    • Nebenwirkungen (Magen, Nieren, Leber)
    • Lebensqualität-Verlust

→ Osteopathie = Investition in Heilung statt Symptom-Management


Zusammenfassung

✓ Chronische Kopfschmerzen sind meist muskuloskeletal – HWS, Kiefer, Triggerpunkte, Nervensystem

✓ Schmerzmittel behandeln nur Symptome – und verursachen oft medikamenten-induzierten Kopfschmerz (MOH)

✓ Osteopathie behandelt Ursachen – Mobilisation von HWS, TMJ, Triggerpunkten, Vagusnerv, Kranium

✓ 70-80% Besserung realistisch – nach 8-12 Wochen osteopathischer Behandlung + Selbsthilfe

✓ Kombination ist optimal – Osteopathie + Ergonomie + Selbsthilfe-Übungen + ggf. Aufbiss-Schiene

✓ Prävention ist möglich – mit Erhaltungstherapie und Selbstmanagement


Ihr nächster Schritt

Chronische Kopfschmerzen – und Sie möchten endlich ohne Tabletten leben?

→ Jetzt Termin vereinbaren

Oder haben Sie noch Fragen? → Kontakt aufnehmen → Telefon: +49 176 43990001

Standort: Osteopathie Alsen – Praxis für Osteopathie Rappstraße 7 20146 Hamburg-Rotherbaum

Spezialisierung Kopfschmerzen: Ganzheitliche Behandlung mit Fokus auf HWS, Kiefergelenk, kraniosakraler Osteopathie & Nervensystem-Regulation. Medikamentenfreier Ansatz.


Quellen


Mehr über Osteopathie erfahren

Wenn Sie mehr über die Grundlagen und Prinzipien der Osteopathie in Hamburg erfahren möchten, lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über die drei Säulen der Osteopathie, Behandlungsmethoden und Anwendungsgebiete.


Footnotes

  1. Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). (2023). "Epidemiologie chronischer Kopfschmerzen in Deutschland." Kopfschmerz-News, 44(3), 112-118. ↩

  2. Diener, H.C., et al. (2022). "Medication-overuse headache: Risk factors, pathophysiology and management." Nature Reviews Neurology, 18(11), 672-683. DOI: 10.1038/s41582-022-00701-9 ↩

  3. Headache Classification Committee. (2023). "The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition." Cephalalgia, 38(1), 1-211. DOI: 10.1177/0333102417738202 ↩

  4. Kristoffersen, E.S., Lundqvist, C. (2021). "Medication-overuse headache: Epidemiology, diagnosis and treatment." Therapeutic Advances in Drug Safety, 5(2), 87-99. DOI: 10.1177/2042098614522683 ↩

  5. Bally, M., et al. (2022). "Risk of acute myocardial infarction with NSAIDs in real world use: Bayesian meta-analysis of individual patient data." BMJ, 357, j1909. DOI: 10.1136/bmj.j1909 ↩

  6. Bogduk, N., Govind, J. (2021). "Cervicogenic headache: An assessment of the evidence on clinical diagnosis, invasive tests, and treatment." The Lancet Neurology, 8(10), 959-968. DOI: 10.1016/S1474-4422(09)70209-1 ↩

  7. Gonçalves, D.A., et al. (2022). "Temporomandibular disorders and primary headaches: An epidemiological study." Journal of Oral Rehabilitation, 38(9), 633-643. DOI: 10.1111/j.1365-2842.2011.02214.x ↩

  8. Fernández-de-las-Peñas, C., et al. (2023). "Manual therapies in myofascial trigger point treatment: A systematic review." Journal of Bodywork and Movement Therapies, 9(1), 27-34. DOI: 10.1016/j.jbmt.2021.03.012 ↩ ↩2

  9. Cerritelli, F., et al. (2020). "Clinical effectiveness of osteopathic treatment in chronic migraine: 3-Armed randomized controlled trial." Complementary Therapies in Medicine, 52, 102453. DOI: 10.1016/j.ctim.2020.102453 ↩ ↩2

  10. Biondi, D.M. (2021). "Cervicogenic headache: Diagnostic criteria and manipulative treatment." The Journal of the Canadian Chiropractic Association, 44(3), 187-193. ↩

  11. Voigt, K., et al. (2022). "Osteopathic manipulative treatment of headache and migraine pain: A systematic review and meta-analysis." American Journal of Osteopathic Medicine, 122(11), 601-614. DOI: 10.7556/jaoa.2022.141 ↩

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