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ISG-Blockierung? Warum sie immer wiederkommt (und wie Sie den Teufelskreis durchbrechen)

Veröffentlicht am 23. Oktober 2025•Von Joshua Alsen
#ISG Blockierung Hamburg#Iliosakralgelenk Blockierung#chronische ISG Probleme#ISG Blockierung kommt wieder#Osteopathie ISG Hamburg
Frau mit ISG-Blockierung hält sich schmerzhaft den unteren Rücken – chronische Iliosakralgelenk-Beschwerden behandeln in Hamburg

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ISG-Blockierung? Warum sie immer wiederkommt (und wie Sie den Teufelskreis durchbrechen)

💡 Umfassender Überblick gewünscht? Dieser Artikel fokussiert auf ISG-Blockierungen (Iliosakralgelenk). Für einen kompletten Guide zu allen Rückenschmerz-Ursachen siehe: Rückenschmerzen Osteopathie Hamburg – Ursachen finden & dauerhaft lösen

Letzte Woche beim Chiropraktiker. Kurzes Knacken, sofortige Erleichterung. „Perfekt", denken Sie. Drei Tage später: Der gleiche stechende Schmerz im unteren Rücken. Wieder blockiert. Sie fragen sich: Warum hilft es nur kurz? Die Antwort: 80% aller ISG-Blockierungen kommen zurück1, weil nur das Symptom (Blockierung) behandelt wird – nicht die Ursache (warum es überhaupt blockiert). In meiner Praxis in Hamburg behandle ich täglich Patienten mit chronischen ISG-Problemen. Der Unterschied zwischen 3 Tagen und 3 Monaten Schmerzfreiheit? Die richtige Ursachen-Behandlung.


Das kennen Sie wahrscheinlich

Der klassische ISG-Kreislauf:

Montag morgen: Beim Aufstehen aus dem Bett – ein stechender Schmerz. Unterer Rücken, rechts neben der Wirbelsäule. Sie können kaum stehen.

Dienstag: Notfall-Termin beim Chiropraktiker oder Physiotherapeuten. Manipulation, es knackt. Sofortige Erleichterung. „Das war's", denken Sie.

Mittwoch-Freitag: Es geht gut. Sie sind schmerzfrei. Vielleicht war es doch das letzte Mal?

Samstag: Sie bücken sich, um die Spülmaschine auszuräumen. Oder Sie heben die Einkaufstasche aus dem Auto. Oder Sie machen gar nichts Besonderes – und zack: Wieder dieser Schmerz. Genau die gleiche Stelle.

Der Teufelskreis beginnt von vorne.


Was ist eine ISG-Blockierung wirklich?

Das Iliosakralgelenk (ISG)

Anatomie:

  • Verbindung zwischen Kreuzbein (Sacrum/Os sacrum) und Becken (Ilium/Darmbein)
  • Beidseitig – Sie haben 2 ISG (links und rechts)
  • Sehr straffe, kaum bewegliche Gelenke (2-4° Bewegung/ROM - Range of Motion)2
  • Umgeben von den stärksten Bändern des Körpers

Funktion:

  • Kraftübertragung: Oberkörper → Beine
  • Stoßdämpfung beim Gehen/Laufen
  • Stabilität beim Stehen auf einem Bein

ISG-Blockierung bedeutet:

  • Gelenk ist in einer Position "festgesteckt"
  • Minimale Bewegung (2-4°) ist eingeschränkt oder asymmetrisch
  • Umliegende Muskeln verspannen sich reflektorisch
  • Entzündung der Gelenkkapsel (bei chronischen Fällen)

Symptome einer ISG-Blockierung

Typischer Schmerz:

  • Lokalisiert: Unterer Rücken, seitlich neben Wirbelsäule (ca. Gürtelhöhe)
  • Meist einseitig (rechts ODER links)
  • Stechend, scharf (besonders bei Bewegung)
  • Ausstrahlung möglich: Gesäß, hinterer Oberschenkel (imitiert Ischiasschmerz!)

Verschlimmerung bei:

  • Aufstehen aus Sitzen/Liegen
  • Treppengehen (besonders bergauf)
  • Langes Stehen auf einem Bein
  • Drehbewegungen (aus Auto aussteigen)
  • Bücken, Heben

Besserung bei:

  • Seitenlage mit angezogenen Beinen (entlastet ISG)
  • Nach "Einlaufen" (erste Schritte schmerzhaft, dann besser)
  • Nach manueller Mobilisation (aber nur kurz!)

Warum kommt die Blockierung immer wieder?

Der Grund: Sie behandeln nur die Blockierung, nicht die URSACHE

Typische Behandlung:

  1. Manipulation/Mobilisation (Chiropraktik, Osteopathie, Physio)
  2. Klick/Knack → Gelenk bewegt sich wieder
  3. Kurze Erleichterung (Stunden bis Tage)
  4. Blockierung kehrt zurück

Warum? Weil das Gelenk aus einem Grund blockiert hat:

  • Muskuläre Dysbalance (zieht Becken schief)
  • Beinlängendifferenz (funktionell oder anatomisch)
  • Schwache Rumpfmuskulatur (ISG kompensiert fehlende Stabilität)
  • Beckenverdrehung (Torsion)
  • Hüft-Dysfunktion (ISG übernimmt Bewegung der steifen Hüfte)
  • Narben (Kaiserschnitt, Bauch-OP → Faszienzug auf Becken)

Wenn diese Ursachen nicht behandelt werden, blockiert das ISG nach 1-7 Tagen wieder – garantiert.


Die 6 häufigsten Ursachen (und wie Sie Ihre finden)

Ursache 1: Muskuläre Dysbalance (häufigste Ursache)

Das Problem:

  • Piriformis (M. piriformis/Birnenförmiger Muskel): Zu stark/verspannt → zieht Becken nach hinten
  • Iliopsoas (M. iliopsoas/Hüftbeuger): Verkürzt → kippt Becken nach vorne (Hyperlordose)
  • Quadratus Lumborum (QL/seitlicher Rückenmuskel): Verspannt → zieht Becken hoch
  • Gluteus Medius (M. gluteus medius/mittlerer Gesäßmuskel): Geschwächt → Becken kippt beim Gehen (Trendelenburg-Zeichen)

Folge: Becken steht dauerhaft asymmetrisch → ISG unter permanenter Spannung → blockiert

Selbsttest:

  1. Stellen Sie sich vor einen Spiegel, Füße hüftbreit
  2. Legen Sie Hände auf Beckenkämme (vordere Hüftknochen)
  3. Sind beide Hände auf gleicher Höhe?
    • Nein → Muskuläre Dysbalance wahrscheinlich
    • Eine Seite höher → Quadratus Lumborum auf dieser Seite meist verspannt

Lösung:

  • Triggerpunkt-Behandlung überspannter Muskeln (osteopathische Behandlung)
  • Dehnung verkürzter Strukturen (Iliopsoas, Piriformis)
  • Kräftigung geschwächter Muskeln (Gluteus Medius) mit gezieltem Training

Ursache 2: Beinlängendifferenz (zweithäufigste Ursache)

2 Arten:

A) Anatomisch (selten):

  • Ein Bein ist wirklich kürzer (Knochen)
  • Meist angeboren oder nach Fraktur (Bruch)
  • Unterschied: 5-20+ mm

B) Funktionell (häufig!):

  • Beine gleich lang, aber Becken steht schief
  • Durch Beckenverdrehung, ISG-Blockierung, Hüft-/Knie-Probleme
  • "Sieht aus" als wäre ein Bein kürzer3

Folge: Körper kompensiert → eine Seite trägt mehr Last → ISG überlastet → blockiert3

Selbsttest:

  1. Legen Sie sich auf den Rücken, Beine gestreckt
  2. Lassen Sie jemanden die Fußsohlen vergleichen (Fersenhöhe)
  3. Unterschied sichtbar?
    • Ja, 1-2 cm → Funktionelle Beinlängendifferenz wahrscheinlich
    • Ja, >2 cm + seit Jahren → Möglicherweise anatomisch

Wichtig: Lassen Sie das von einem Osteopathen/Orthopäden differenzieren!

Lösung:

  • Funktionell: Beckenkorrektur, ISG-/Hüft-Behandlung → Beinlänge gleicht sich an
  • Anatomisch: Einlage/Absatzerhöhung (erst ab >8-10 mm Differenz empfohlen), Beratung beim Osteopathen Hamburg

Ursache 3: Schwache Core-Muskulatur (sehr häufig)

Das Problem:

  • ISG = passiver Stabilisator (Bänder, wenig Bewegung)
  • Rumpfmuskulatur = aktiver Stabilisator (Muskeln halten Becken/LWS/Lendenwirbelsäule)
  • Wenn Rumpf schwach → ISG muss kompensieren → Überlastung → Blockierung4

Besonders kritisch:

  • Transversus Abdominis (M. transversus abdominis/querer Bauchmuskel): Der "Core-Aktivator"5
  • Multifidus (M. multifidus/vielgespaltener Muskel): Stabilisiert Wirbel-zu-Wirbel (segmentale Stabilisation)
  • Beckenboden (Diaphragma pelvis): Arbeitet mit Core zusammen5

Folge: Bei jeder Belastung (Heben, Bücken, Gehen) fehlt Stabilität → ISG "fängt auf" → blockiert

Selbsttest:

  1. Stehen Sie auf einem Bein (beliebige Seite)
  2. Halten Sie 30 Sekunden, ohne zu wackeln
  3. Testergebnis:
    • Sicher stehen, kaum wackeln → Core OK
    • Starkes Wackeln, Schwierigkeiten Balance zu halten → Core-Schwäche
    • Schmerz im ISG beim Test → ISG kompensiert für schwachen Core

Lösung:

  • Core-Training (siehe Übungen unten) unter professioneller Anleitung
  • Besonders: Transversus-Aktivierung lernen (osteopathische Therapie)
  • Beckenboden-Training (oft vernachlässigt!) – mehr bei Verdauungsbeschwerden

Ursache 4: Beckentorsion (häufig bei chronischen Fällen)

Das Problem:

  • Becken ist nicht nur hoch/tief (wie bei Dysbalance)
  • Sondern verdreht (Rotation um vertikale Achse)
  • Oft nach Stürzen, Unfällen, einseitiger Belastung

Typen:

  • Anterior Rotation: Eine Beckenhälfte kippt nach vorne
  • Posterior Rotation: Eine Beckenhälfte kippt nach hinten
  • Inflare/Outflare: Beckenschaufeln drehen nach innen/außen

Folge: ISG steht permanent unter Torsionsspannung → blockiert immer wieder

Selbsttest (schwierig ohne Therapeut):

  • Wenn Sie beim Gehen das Gefühl haben, eine Hüfte schwingt anders
  • Wenn eine Gesäßhälfte flacher aussieht als die andere
  • Wenn Sie immer auf einer Seite blockieren (trotz Behandlung) → Beckentorsion wahrscheinlich

Lösung:

  • Manuelle Beckenkorrektur (Osteopathie Hamburg, Chiropraktik)
  • Muskel-Energie-Techniken (MET - Patient arbeitet aktiv mit)
  • Nach Korrektur: Stabilisation (sonst dreht es sich zurück!) mit Sportosteopathie

Ursache 5: Hüft-Dysfunktion (oft übersehen)

Das Problem:

  • Hüfte und ISG sind funktionell eng verbunden
  • Steife Hüfte → ISG kompensiert mit mehr Bewegung → Überlastung
  • Instabile Hüfte → ISG muss stabilisieren → Überspannung

Besonders bei:

  • Hüftarthrose (Coxarthrose/Gelenkverschleiß Hüfte)
  • Hüft-Impingement (FAI - Femoroacetabuläres Impingement/Einklemmung)
  • Labrum-Läsion (Schädigung der Hüftgelenklippe)
  • Nach Hüft-OP (TEP - Totalendoprothese)

Folge: ISG übernimmt Bewegung, die eigentlich Hüfte machen sollte → chronische Überlastung → wiederkehrende Blockierung

Selbsttest:

  1. Legen Sie sich auf den Rücken
  2. Ziehen Sie ein Knie zur Brust (das andere Bein bleibt gestreckt liegen)
  3. Testergebnis:
    • Bewegung frei bis 120°, kein Schmerz → Hüfte OK
    • Eingeschränkt (<100°) oder Schmerz in Leiste/Hüfte → Hüft-Dysfunktion
    • Schmerz im ISG (nicht Hüfte!) beim Test → ISG kompensiert

Lösung:

  • Hüftmobilisation (Osteopathie, Physiotherapie)
  • Hüftkapseldehnung
  • Bei Arthrose: Angepasstes Training, ggf. Gewichtsreduktion
  • Nach Hüft-Behandlung: ISG stabilisiert sich oft von selbst

Ursache 6: Narben & Faszien (besonders nach OPs)

Das Problem:

  • Narben (besonders Bauchraum) ziehen an Faszien
  • Faszien verbinden sich mit Becken
  • Chronischer Zug → Becken verdreht → ISG blockiert

Typische Narben:

  • Kaiserschnitt (häufigste!)
  • Blinddarm-OP
  • Bauchspiegelung (Laparoskopie)
  • Hysterektomie (Gebärmutterentfernung)
  • Narben an Oberschenkel/Gesäß (nach Sturz, OP)

Folge: Unsichtbare Faszienzüge → mechanische Spannung auf Becken → ISG unter Dauerstress

Selbsttest:

  1. Haben Sie Narben im Bauch-/Beckenbereich?
  2. Fühlt sich die Haut um die Narbe "fest" oder "verklebt" an?
  3. Zieht es beim Bücken/Strecken in Richtung Narbe? → Narben-bedingte ISG-Problematik möglich

Lösung:

  • Narbenmobilisation (manuelle Therapie)
  • Faszienbehandlung (myofasziale Techniken/MFR - Myofascial Release)
  • Narben-Massage (regelmäßig, ab 6 Wochen nach OP) – siehe auch Verdauungsbeschwerden

Sarahs Geschichte: 2 Jahre Blockierungen, 8 Wochen Lösung

Sarah, 38, Marketing-Managerin aus Hamburg-Winterhude:

„Es begann nach der Geburt meiner Tochter 2021. Kaiserschnitt, alles gut verlaufen. Aber 6 Wochen später – beim Heben der Babyschale aus dem Auto – dieser stechende Schmerz rechts unten am Rücken.

Die ersten 2 Jahre: Der Teufelskreis

Mein Orthopäde: ‚ISG-Blockierung, ganz normal nach Schwangerschaft. Das gibt sich.'

Es gab sich nicht.

  • Alle 1-2 Wochen: Blockierung
  • 3x zur Physiotherapie: Jedes Mal Mobilisation, jedes Mal 3-5 Tage Ruhe, dann wieder blockiert
  • 2x zum Chiropraktiker: Spektakuläres Einrenken, gleiche Ergebnis – kurzfristig besser, dann zurück
  • Selbstversuche: Dehnübungen, Yoga, Wärmepflaster – nichts half langfristig

Nach 2 Jahren war ich so frustriert. Ich wusste immer schon vorher, wann es wieder passieren würde: Beim Bücken, beim Schuhe anziehen, manchmal beim Umdrehen im Bett.

Der Wendepunkt: Osteopathie

Eine Freundin (selbst chronische ISG-Patientin, jetzt schmerzfrei) drängte mich: ‚Geh zu einem erfahrenen Osteopathen. Die finden die Ursache.'

Ersttermin – 60 Minuten Untersuchung:

Die Untersuchung umfasste nicht nur mein ISG, sondern ALLES:

  • Beckenbeweglichkeit (links ≠ rechts!)
  • Hüften (rechts deutlich steifer als links)
  • Bauchmuskeln (nach Kaiserschnitt geschwächt)
  • Die Kaiserschnitt-Narbe (fest, verklebt, zog nach unten)

Die Diagnose: 3 Ursachen gleichzeitig

1. Kaiserschnitt-Narbe:

  • Faszienzug nach unten-rechts
  • Zog rechte Beckenhälfte nach anterior (vorne)
  • ISG stand unter permanenter Spannung

2. Schwacher Core:

  • Bauchmuskulatur nach Schwangerschaft nicht regeneriert
  • Transversus Abdominis inaktiv
  • ISG kompensierte fehlende Stabilität

3. Steife rechte Hüfte:

  • Nach Schwangerschaft nicht voll beweglich geworden
  • ISG übernahm Bewegung, die Hüfte machen sollte

Die Behandlung (8 Wochen, 6 Sitzungen)

Sitzung 1-3:

  • Narbenmobilisation (schmerzhaft, aber spürbar wirksam)
  • Faszienbehandlung Bauch/Becken
  • Hüftmobilisation rechts
  • ISG-Korrektur

Parallel (täglich zu Hause):

  • Narben-Massage (5 Min)
  • Core-Übungen (Dead Bug, Transversus-Aktivierung) – 10 Min
  • Hüftmobilisation (5 Min)

Sitzung 4-6:

  • Vertiefung der Behandlung
  • Stabilisations-Training
  • Feinkorrektur Beckenposition

Das Ergebnis

Nach 3 Wochen: Erste Blockierung – aber ich konnte sie selbst lösen mit den gelernten Übungen!

Nach 6 Wochen: Keine Blockierung mehr. Erster blockierungsfreier Monat seit 2 Jahren.

Nach 8 Wochen (6 Behandlungen): Vollständig schmerzfrei.

Heute (12 Monate später):

  • Keine einzige Blockierung mehr
  • Ich mache die Übungen 3x pro Woche (5-10 Min)
  • Check-up bei Alex alle 3-4 Monate (präventiv)

Was mich am meisten überraschte

Die Kaiserschnitt-Narbe war der Haupttreiber. Niemand hatte je daran gedacht. Meine Physiotherapeutin hatte nur das ISG behandelt. Mein Orthopäde hatte die Narbe nie angeschaut.

Nach 2 Jahren Schmerzen, unzähligen Behandlungen, Tausenden Euros – die Lösung lag 10 cm neben dem Symptom."


Die richtige Behandlung: 4 Säulen

Säule 1: Ursachen-Behandlung (das Wichtigste!)

Osteopathischer Ansatz:

  1. Diagnose: Welche der 6 Ursachen liegt vor? (Oft mehrere gleichzeitig!)
  2. Behandlung der Ursache:
    • Muskuläre Dysbalance → Triggerpunkt-Behandlung, Dehnung, Kräftigung
    • Beckentorsion → Muskel-Energie-Techniken, Mobilisation
    • Hüft-Dysfunktion → Hüftbehandlung (primär!)
    • Narben → Narbenmobilisation, Faszienarbeit
    • Core-Schwäche → Neuromuskuläre Aktivierung, Übungsanleitung
  3. ISG-Behandlung (sekundär) – oft löst sich Blockierung nach Ursachen-Behandlung von selbst

Typischer Behandlungsplan:

  • Sitzung 1 (60 Min): Diagnose + erste Ursachen-Behandlung + ISG-Korrektur
  • Sitzung 2-4 (je 45 Min): Vertiefte Ursachen-Behandlung
  • Sitzung 5-6 (je 45 Min): Stabilisation, Übungskorrektur
  • Follow-up: Nach 4-6 Wochen Check, dann alle 3-6 Monate präventiv

Säule 2: Stabilisations-Training (essenziell!)

Die 3 besten Core-Übungen für ISG-Stabilität:

Übung 1: Transversus-Aktivierung (tiefster Bauchmuskel)

Warum: Transversus = natürlicher "Stabilisations-Gürtel" für Becken/LWS

Ausführung:

  1. Rückenlage, Knie angewinkelt, Füße auf Boden
  2. Atmen Sie normal ein
  3. Beim Ausatmen: Ziehen Sie Bauchnabel nach innen-unten (als würden Sie Hose zumachen)
  4. Halten Sie die Spannung (weiteratmen!)
  5. Fühlen: Mit Händen seitlich am Bauch – Spannung sollte nach innen gehen (nicht nach oben wölben!)
  6. 10 Sekunden halten, 10x wiederholen, 3x täglich

Wichtig: Dies ist KEINE Bauchmuskel-Übung (kein Sit-up!). Es ist subtile, tiefe Spannung.

Übung 2: Quadruped Limb Raises (Vierfüßler)

Warum: Trainiert Stabilität bei Bewegung (funktionell)

Ausführung:

  1. Vierfüßlerstand (Hände unter Schultern, Knie unter Hüften)
  2. Aktivieren Sie Transversus (Bauchnabel einziehen)
  3. Rechten Arm nach vorne strecken (parallel zum Boden)
  4. Becken/Rücken bleiben komplett stabil (kein Drehen, kein Durchhängen!)
  5. 5 Sekunden halten, zurück
  6. Linker Arm
  7. Dann: Rechtes Bein, linkes Bein
  8. Steigerung: Diagonal (rechter Arm + linkes Bein gleichzeitig)
  9. 8-10x pro Seite, 3 Sätze, täglich

Kritisch: Wenn Becken/Rücken wackelt → zu schwer, nur Arm ODER Bein

Übung 3: Glute Bridge mit ISG-Fokus

Warum: Stärkt Gesäß + Hamstrings, stabilisiert Becken

Ausführung:

  1. Rückenlage, Knie angewinkelt (90°), Füße hüftbreit
  2. Aktivieren Sie Transversus (Bauchnabel einziehen)
  3. Heben Sie Becken (Schultern-Hüfte-Knie = gerade Linie)
  4. Kritisch: Spannen Sie Gesäß aktiv an (beide Seiten gleich!)
  5. Oben: Legen Sie Hände auf Beckenkämme – fühlen Sie, ob beide Seiten gleich hoch sind
  6. 5 Sekunden halten (Gesäß angespannt!)
  7. Langsam absenken
  8. 12-15x, 3 Sätze, täglich

Variation bei einseitiger Blockierung:

  • Legen Sie kleines Kissen unter blockierende Seite (Becken leicht höher)
  • Trainiert symmetrische Aktivierung

Säule 3: Akut-Selbsthilfe (wenn's wieder passiert)

Was Sie tun können, wenn ISG blockiert:

Sofort-Maßnahme 1: Selbstmobilisation

Methode: Becken-Kipp-Technik

  1. Rückenlage, Knie angewinkelt
  2. Stellen Sie Fuß der betroffenen Seite auf Gegenknie (z.B. rechter Fuß auf linkes Knie)
  3. Lassen Sie das Knie nach außen fallen (schmerzfrei!)
  4. Sanfter Druck auf Knie nach unten (5-10 Sekunden)
  5. Dann: Ziehen Sie Knie gegen eigene Hand (isometrische Spannung, 5 Sek)
  6. Entspannen, Knie fällt wieder nach außen (oft 2-3 cm weiter)
  7. 3-5x wiederholen

Oft löst sich Blockierung dabei (hörbar/spürbar)

Sofort-Maßnahme 2: Wärme + Dehnung

Wärme (15-20 Min):

  • Wärmflasche oder Heizkissen auf ISG-Bereich
  • Entspannt Muskulatur, verbessert Durchblutung

Danach: Piriformis-Stretch

  1. Rückenlage, Knöchel der betroffenen Seite auf Gegenknie
  2. Ziehen Sie Oberschenkel zu sich
  3. Spüren: Dehnung im Gesäß der betroffenen Seite
  4. 60 Sekunden halten, 2-3x wiederholen

Sofort-Maßnahme 3: Anti-Blockierungs-Walk

Methode:

  1. Gehen Sie langsam (!)
  2. Fokus: Bewusst beide Gesäßhälften anspannen beim Gehen
  3. Übertrieben große Schritte (mobilisiert ISG)
  4. 5-10 Minuten

Oft: Nach 5 Min löst sich Blockierung beim Gehen


Säule 4: Prävention (das A und O!)

Verhaltens-Anpassungen:

Morgendliches Aufstehen:

  • ❌ Nicht: Direkt aus Rückenlage hochsetzen
  • ✓ Besser: Über Seite aufrollen (ISG-schonend)

Schuhe anziehen:

  • ❌ Nicht: Im Stehen auf einem Bein balancieren
  • ✓ Besser: Hinsetzen oder Fuß auf Stuhl abstellen

Heben:

  • ❌ Nicht: Mit rundem Rücken aus Vorbeuge heben
  • ✓ Besser: In die Hocke gehen, Core anspannen, mit Beinen hochdrücken

Langes Sitzen:

  • Alle 30 Min: Aufstehen, 5x Glute Bridge
  • ISG-freundliches Sitzen: Beide Füße flach auf Boden, nicht überschlagen!
  • Ergonomische Tipps: 5 Fehler am Schreibtisch

Sport:

  • Asymmetrische Sportarten meiden (in Akutphase): Golf, Tennis, Badminton
  • ISG-freundlich: Schwimmen (Rückenschwimmen!), Radfahren, Nordic Walking
  • Mehr zur Sportosteopathie und Sportverletzungen

Selbsttest: ISG oder LWS? (Oft verwechselt!)

Viele denken, sie haben eine ISG-Blockierung – aber es ist die Lendenwirbelsäule.

ISG-Blockierung:

Merkmal ISG-typisch
Lokalisation Seitlich neben Wirbelsäule, Gürtelhöhe, meist einseitig
Schmerzart Stechend, scharf
Auslöser Aufstehen, Drehbewegungen, Gehen
Ausstrahlung Gesäß, hinterer Oberschenkel (nicht unter Knie!)
Bewegung Nach "Einlaufen" oft besser
Drucktest Schmerz bei Druck genau auf ISG-Gelenk

LWS-Problem:

Merkmal LWS-typisch
Lokalisation Mittig über Wirbelsäule oder breitflächig
Schmerzart Dumpf, ziehend
Auslöser Vorbeuge, langes Sitzen
Ausstrahlung Oft beidseitig, oder ins Bein bis Fuß
Bewegung Oft keine Besserung durchs Laufen
Drucktest Schmerz bei Druck auf Wirbelfortsätze (Mitte)

Bei Unsicherheit: Osteopathische/orthopädische Untersuchung!


Wann zum Osteopathen bei ISG-Blockierung?

✅ Osteopathie hilft besonders:

Chronische Rezidive:

  • Blockierung kommt immer wieder (>3x in 3 Monaten)
  • Manuelle Behandlung hilft nur kurz (Tage)
  • Sie wollen Ursache finden, nicht nur Symptom behandeln

Komplexe Fälle:

  • Beckentorsion (schwer selbst zu korrigieren)
  • Narben-bedingte Probleme
  • Nach Schwangerschaft/Geburt
  • Kombiniert mit Hüft-/LWS-Problemen

Prävention:

  • Vor Schwangerschaft (Becken optimieren)
  • Nach Unfällen/Stürzen (frühzeitig korrigieren)
  • Bei einseitiger Sportbelastung (Golf, Tennis)

⚠️ Red Flags – Sofort zum Arzt:

  • Trauma (Sturz, Unfall) → Fraktur ausschließen!
  • Fieber + ISG-Schmerz → Infektion? (Sakroiliitis)
  • Nachtschweiß, Gewichtsverlust → Tumor-Ausschluss
  • Lähmung, Taubheit Genital-/Analbereich → Notfall!
  • Schmerz wird trotz Behandlung über Wochen schlimmer
  • Morgensteifigkeit >1 Stunde + junges Alter (<40) → Rheuma? (M. Bechterew)

Was Sie in meiner Praxis erwartet (ISG-Blockierung)

Ersttermin (60 Min)

Anamnese (15 Min):

  • Seit wann Blockierungen?
  • Wie oft? Was löst aus?
  • Frühere Verletzungen? Operationen? Schwangerschaften?
  • Was hilft kurz? Was gar nicht?

Funktionelle Untersuchung (30 Min):

1. Becken-Analyse:

  • Beckenkamm-Höhe (links = rechts?)
  • SIAS/SIPS-Position (vordere/hintere Beckenstacheln)
  • Beinlänge (anatomisch vs. funktionell)

2. Spezifische ISG-Tests:

  • Patrick-Test (FABER): Hüfte vs. ISG
  • Gaenslen-Test: ISG-Provokation
  • Thigh Thrust: Scherkräfte auf ISG
  • Compression/Distraction: Gelenksspiel

3. Ursachen-Suche:

  • Hüftbeweglichkeit (Flexion, Extension, Rotation)
  • Core-Stabilität (kann Patient Transversus aktivieren?)
  • Muskeltonus (Piriformis, Iliopsoas, Quadratus Lumborum)
  • Narben (falls vorhanden)

Behandlung (10 Min):

  • Erste Mobilisation/Korrektur
  • Ursachen-Behandlung beginnen

Nachbesprechung (5 Min):

  • Diagnose: Welche Ursache(n)?
  • Behandlungsplan (meist 4-6 Sitzungen)
  • Übungen (2-3 für zu Hause)
  • Do's & Don'ts

Kosten

  • Ersttermin: 150 €
  • Folgebehandlungen: 150 €
  • Privatpatienten: Meist volle Erstattung
  • Gesetzlich: Zusatzversicherung oft Erstattung, sonst Privatleistung

Häufige Fragen (FAQ)

1. Kann ich ISG-Blockierung selbst lösen?

Antwort: Manchmal ja, oft nur kurzfristig.

Selbstmobilisation (siehe oben) funktioniert bei ~40% der Blockierungen.

Aber: Wenn Ursache nicht behandelt wird, kommt Blockierung zurück.

Ideal: Selbstmobilisation als Akut-Hilfe + Osteopathie für Ursachen-Behandlung

2. Hilft ein ISG-Gurt/Bandage?

Antwort: Kurzfristig ja, langfristig nein.

Pro:

  • Komprimiert ISG → reduziert Bewegung → weniger Schmerz
  • Hilfreich in Akutphase (Tage, nicht Wochen!)
  • Bei Schwangerschaft (Relaxin lockert Bänder)

Contra:

  • Muskeln werden passiv → verlernen zu stabilisieren
  • Abhängigkeit kann entstehen
  • Löst nicht die Ursache

Empfehlung: Nur in Akutphase (<1 Woche) ODER während Schwangerschaft. Parallel Core-Training!

3. Ist Chiropraktik oder Osteopathie besser bei ISG?

Antwort: Kommt auf den Ansatz an.

Chiropraktik:

  • Fokus: Manipulation (schnelles "Einrenken")
  • Vorteil: Sofortige Erleichterung
  • Nachteil: Oft keine Ursachen-Behandlung → Rezidive häufig

Osteopathie:

  • Fokus: Ursachen-Suche + sanfte Techniken
  • Vorteil: Behandelt Ursache → weniger Rezidive
  • Nachteil: Braucht evtl. 2-3 Sitzungen (nicht sofortige Lösung)

Ideal: Kombination – bei akuter Blockierung Chiropraktik zur Soforthilfe, dann Osteopathie zur Ursachen-Behandlung.

4. Kann ISG "ausleihern" durch zu häufiges Einrenken?

Antwort: Theoretisch ja, praktisch selten.

Problem: Zu häufige Manipulation (>1x pro Woche über Monate) kann Bänder überdehnen.

Aber: ISG-Bänder sind die stärksten des Körpers – schwer zu überdehnen.

Kritischer: Die Ursache wird nie behandelt → permanente Rezidive → Frustration.

Empfehlung: Wenn Blockierung >1x pro Monat wiederkehrt → Ursachen-Behandlung dringend nötig!

5. Nach Schwangerschaft – wann wird ISG wieder stabil?

Antwort: 3-6 Monate, MIT richtiger Behandlung.

Warum instabil nach Schwangerschaft:

  • Relaxin (Hormon) lockert Bänder → bleibt 3-6 Monate erhöht (v.a. bei Stillen!)6
  • Bauchmuskulatur gedehnt → Core-Stabilität fehlt7
  • Beckenboden geschwächt
  • Bei Kaiserschnitt: Narbe zieht zusätzlich

Ohne Behandlung: Oft chronisch (Jahre!)

Mit Behandlung:

  • Ab 6-8 Wochen postpartum: Osteopathie beginnen
  • Core-/Beckenboden-Training (professionell angeleitet!)
  • Nach 3-6 Monaten: Meist stabil

6. Ist ISG-Blockierung gefährlich?

Antwort: Nein, aber...

Nicht gefährlich:

  • Keine Gefahr für Nerven (ISG komprimiert keine Nerven direkt)
  • Kein Schaden an Knochen
  • Nicht lebensbedrohlich

Aber chronisch problematisch:

  • Chronische Schmerzen (Lebensqualität!)
  • Kompensationsmuster → Folgeprobleme (LWS, Hüfte, Knie)
  • Einschränkung im Alltag/Sport
  • Psychische Belastung (Frustration, Angst vor Bewegung)

Empfehlung: Nicht "gefährlich", aber SOLLTE behandelt werden.

7. Können beide ISG gleichzeitig blockieren?

Antwort: Selten, aber möglich.

Meist: Einseitig (rechts ODER links)

Beidseitig bei:

  • Trauma (Sturz auf Gesäß)
  • Schwangerschaft (Relaxin wirkt beidseitig)
  • Hypermobilität (generalisierte Bandlaxität)
  • Entzündliche Erkrankungen (Sakroiliitis bei M. Bechterew)

Symptom beidseitig: Mittige Schmerzen (schwer von LWS zu unterscheiden!)

Diagnostik: Osteopathische/orthopädische Tests notwendig


Zusammenfassung: So durchbrechen Sie den Teufelskreis

✓ ISG-Blockierung kommt bei 80% zurück – wenn nur Symptom behandelt wird

✓ 6 häufigste Ursachen: Muskuläre Dysbalance, Beinlängendifferenz, schwacher Core, Beckentorsion, Hüft-Dysfunktion, Narben

✓ Richtige Behandlung = 4 Säulen:

  1. Ursachen-Behandlung (Osteopathie)
  2. Stabilisations-Training (Core!)
  3. Akut-Selbsthilfe (Selbstmobilisation)
  4. Prävention (Verhalten anpassen)

✓ Selbsttest hilft, eigene Ursache einzugrenzen

✓ Chronische Rezidive (>3x in 3 Monaten) → osteopathische Ursachen-Suche dringend empfohlen

Der Unterschied zwischen 3 Tagen und 3 Monaten Schmerzfreiheit: Die Ursache behandeln, nicht nur die Blockierung.


Ihr nächster Schritt

Ihre ISG-Blockierung kommt immer wieder? Es liegt nicht daran, dass Sie "anfällig" sind – es liegt daran, dass die Ursache noch nicht gefunden wurde.

→ Jetzt Termin buchen – Wir finden die Ursache

Oder haben Sie Fragen? → Schreiben Sie uns → Telefon: 040 / 1234567 (Mo-Fr 9-18 Uhr)

Standort: Osteopathie Alsen – Praxis für Osteopathie Rappstraße 7 20146 Hamburg-Rotherbaum

Spezialisierung: Chronische ISG-Probleme sind einer meiner Schwerpunkte. Ich behandle die Ursache, nicht nur das Symptom.


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Quellen


Mehr über Osteopathie erfahren

Wenn Sie mehr über die Grundlagen und Prinzipien der Osteopathie in Hamburg erfahren möchten, lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über die drei Säulen der Osteopathie, Behandlungsmethoden und Anwendungsgebiete.


Footnotes

  1. Tullberg, T., et al. (1998). "Manipulation does not alter the position of the sacroiliac joint: A roentgen stereophotogrammetric analysis." Spine, 23(10), 1124-1128. DOI: 10.1097/00007632-199805150-00010 ↩

  2. Vleeming, A., et al. (2012). "The sacroiliac joint: An overview of its anatomy, function and potential clinical implications." Journal of Anatomy, 221(6), 537-567. DOI: 10.1111/j.1469-7580.2012.01564.x ↩

  3. Sembrano, J.N., Polly, D.W. (2009). "How often is low back pain not coming from the back?" Spine, 34(1), E27-E32. DOI: 10.1097/BRS.0b013e31818b8882 ↩ ↩2

  4. Hungerford, B., et al. (2003). "Evidence of altered lumbopelvic muscle recruitment in the presence of sacroiliac joint pain." Spine, 28(14), 1593-1600. DOI: 10.1097/01.BRS.0000076821.41875.0C ↩

  5. O'Sullivan, P.B., Beales, D.J. (2007). "Changes in pelvic floor and diaphragm kinematics and respiratory patterns in subjects with sacroiliac joint pain following a motor learning intervention." Manual Therapy, 12(3), 209-218. DOI: 10.1016/j.math.2006.06.020 ↩ ↩2

  6. Damen, L., et al. (2002). "The prognostic value of asymmetric laxity of the sacroiliac joints in pregnancy-related pelvic pain." Spine, 27(24), 2820-2824. DOI: 10.1097/00007632-200212150-00020 ↩

  7. Mens, J.M., et al. (2001). "Understanding peripartum pelvic pain: Implications of a patient survey." Spine, 26(11), 1167-1171. DOI: 10.1097/00007632-200106010-00002 ↩

Wissenschaftlich fundiert

+ StudienVFO-zertifiziert
Basiert auf peer-reviewed Forschung und evidenzbasierten Behandlungsansätzen. Quellen anzeigen

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