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HWS-Blockierung: Warum Ihr Nacken immer wieder verspannt (und was wirklich hilft)

Veröffentlicht am 12. Dezember 2025•Von Joshua Alsen
#HWS Blockierung Hamburg#Nackenverspannung Ursache#chronische Nackenschmerzen#Atlas Blockierung#Osteopathie Nackenschmerzen Hamburg#HWS Syndrom
HWS-Blockierung Osteopathie Hamburg: Chronische Nackenverspannung behandeln - Atlas C1 und Axis C2 Lösung

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HWS-Blockierung: Warum Ihr Nacken immer wieder verspannt (und was wirklich hilft)

Sie wachen morgens auf – der Nacken ist steif wie ein Brett. Sie können den Kopf kaum zur Seite drehen. Massage hilft für 2 Tage, dann ist alles wieder beim Alten. Sie fragen sich: Warum geht das nicht weg? Die Antwort: 85% aller chronischen Nackenverspannungen haben eine HWS-Blockierung als Ursache – meist im Atlas (C1) oder Axis (C2). In meiner Praxis in Hamburg behandle ich täglich Patienten mit Nackenschmerzen. Der Unterschied zwischen 2 Tagen und 2 Monaten Schmerzfreiheit? Die Blockierung lösen, nicht nur den Muskel lockern.


Das kennen Sie wahrscheinlich

Der klassische Nacken-Kreislauf:

Montagmorgen: Sie wachen auf, drehen den Kopf – ein stechender Schmerz. Rechte Nackenseite komplett verspannt. Kopf nur nach links drehbar. Sie können nicht über die rechte Schulter schauen.

Dienstag: Notfall-Massage. 45 Minuten kneten, drücken, wärmen. Danach: Erleichterung. Der Muskel fühlt sich lockerer an. "Vielleicht war's das", denken Sie.

Mittwoch bis Freitag: Es geht einigermaßen. Nacken ist noch etwas steif, aber erträglich. Sie haben wieder Hoffnung.

Samstag: Sie schauen beim Rückwärtseinparken über die Schulter. Oder Sie schlafen mit zwei Kissen. Oder Sie machen gar nichts Besonderes – und zack: Diese Verspannung wieder. Exakt die gleiche Stelle. Als wäre die Massage nie gewesen.

Der Teufelskreis beginnt von vorne.


Was ist eine HWS-Blockierung wirklich?

Die Halswirbelsäule (HWS)

Anatomie:

  • 7 Halswirbel (C1–C7)
  • C1 (Atlas): Trägt den Kopf (ca. 5 kg!), hat keine Bandscheibe
  • C2 (Axis): Drehachse für Kopfrotation (50% aller Kopfdrehung!)
  • C3-C7: Standardwirbel mit Bandscheiben
  • Umgeben von 20+ kleinen Muskeln (tiefe Nackenmuskulatur)

Funktion:

  • Kopfbewegungen: Rotation (80°), Neigung (45°), Vor/Rückneigung (60°)
  • Schutz für Rückenmark, Arterien (A. vertebralis), Nerven
  • Sensomotorik: Propriozeption (Raumorientierung, Balance)

HWS-Blockierung bedeutet:

  • Ein oder mehrere Wirbel sind in ihrer Bewegung eingeschränkt
  • Umliegende Muskeln verspannen sich reflektorisch (Schutzspannung)
  • Nervenirritation möglich (Schmerz, Kribbeln, Kopfschmerzen)
  • Durchblutungsstörung bei Atlas-Blockierung (Schwindel, Übelkeit)

Symptome einer HWS-Blockierung

Typischer Schmerz:

  • Lokalisiert: Seitlich am Nacken, Schulter-Nacken-Übergang
  • Meist einseitig (rechts ODER links)
  • Bewegungsschmerz (besonders bei Drehung/Neigung)
  • Ausstrahlung möglich: Hinterkopf, Schulterblatt, Arm (Pseudo-Ischia

s der HWS!)

Begleitsymptome:

  • Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerz, meist vom Nacken aufsteigend)
  • Schwindel (besonders bei Atlas-Blockierung – Durchblutungsstörung!)
  • Übelkeit (bei starker Blockierung)
  • Kribbeln/Taubheit in Armen/Händen (Nervenirritation)
  • Sehstörungen (Augenflimmern, verschwommenes Sehen)
  • Konzentrationsprobleme (durch chronische Schmerzsignale)

Verschlimmerung bei:

  • Kopfdrehung zur betroffenen Seite
  • Längerem Sitzen (Schreibtischarbeit)
  • Zugluft, Kälte (Muskeln verspannen zusätzlich)
  • Stress (erhöhte Muskelspannung)
  • Falsches Kopfkissen (zu hoch/niedrig)

Besserung bei:

  • Wärme (Muskel entspannt, aber Blockierung bleibt!)
  • Kurze Bewegung (nach "Einlaufen")
  • Kopfstütze beim Autofahren
  • Nach manueller Mobilisation (aber oft nur kurz!)

Warum kommt die Verspannung immer wieder?

Der Grund: Muskeln reagieren auf die Blockierung

Typische Behandlung:

  1. Massage der verspannten Muskulatur (Trapezius, Levator scapulae)
  2. Wärme, evtl. Schmerzsalbe
  3. Kurze Erleichterung (Stunden bis 2-3 Tage)
  4. Verspannung kehrt zurück

Warum? Weil die Muskelverspannung eine Folge ist, nicht die Ursache:

Der Mechanismus:

  1. HWS-Wirbel (z.B. C2) ist blockiert
  2. Bewegung in diesem Segment eingeschränkt
  3. Nervensystem registriert: "Gefahr! Instabilität!"
  4. Reflexhafte Muskelverspannung zum Schutz der Wirbelsäule
  5. Sie spüren: Schmerz, Steifigkeit

Solange die Blockierung besteht, wird der Muskel IMMER wieder verspannen – egal wie oft Sie massieren.


Die 5 häufigsten Ursachen für HWS-Blockierungen

1. Atlas-Fehlstellung (C1-Blockierung)

Warum so häufig?

  • Atlas hat keine Bandscheibe → weniger stabil
  • Trägt den Kopf (5 kg) allein
  • Kleinste Verschiebung → große Auswirkung

Wie es passiert:

  • Ungünstige Schlafposition (falsches Kissen)
  • Ruckartige Kopfbewegung (Autounfall, Sportverletzung)
  • Chronische Fehlhaltung (Smartphone, Monitor zu niedrig)

Spezifische Symptome:

  • Einseitige Nackenverspannung
  • Schwindel beim Kopfdrehen (Arteria vertebralis!)
  • Gefühl, als wäre Kopf "schief"
  • Häufig kombiniert mit Kieferproblemen (CMD)

2. Büro-Nacken (Schreibtisch-Syndrom)

Die Statistik:

  • 90% der Büroangestellten haben Nackenbeschwerden
  • Durchschnitt: 7 Stunden täglich Bildschirmarbeit
  • Kopf nach vorne geneigt: +15 kg Belastung auf HWS

Was passiert:

  • Monitor zu tief → Kopf nach vorne
  • Dauerspannung in tiefer Nackenmuskulatur
  • C4-C6 werden hypermobil (zu beweglich)
  • C1-C2 blockieren als Kompensation

Selbsttest: Stehen Sie an eine Wand. Berühren Hinterkopf, Schultern UND Gesäß die Wand gleichzeitig? Wenn Hinterkopf nicht die Wand erreicht → Vorkopfhaltung vorhanden.

3. Smartphone-Nacken (Text Neck)

Die Zahlen:

  • Kopf in Neutralposition: 5 kg
  • Kopf 15° geneigt: 12 kg
  • Kopf 30° geneigt: 18 kg
  • Kopf 60° geneigt (Smartphone!): 27 kg

Langzeitfolgen:

  • Überdehnung der Nackenstabilisatoren
  • Verkürzung der vorderen Halsmuskulatur
  • Frühe Abnutzung der Bandscheiben (C5-C6)
  • Chronische Atlas-Blockierung

4. Stress-bedingte Dauerspannung

Physiologie:

  • Stress → Sympathikus-Aktivierung
  • Automatische Muskelanspannung (Fight-or-Flight)
  • Trapezius + Levator scapulae permanent angespannt
  • Wirbel verlieren Bewegungsspielraum → Blockierung

Patienten-Aussage (typisch): "Ich habe dauernd Schultern hochgezogen, ohne es zu merken."

Zusätzlich:

  • Nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus) → Kiefergelenk → HWS-Blockierung
  • Flache Atmung → weniger Sauerstoff → verkrampfte Muskulatur

Der unterschätzte Zusammenhang: Stress, Atmung und HWS-Blockierung

Was die wenigsten wissen: Chronischer Stress verursacht nicht nur muskuläre Verspannungen im Nacken, sondern hat auch einen direkten Einfluss auf Ihre Atmung und das Zwerchfell. Bei dauerhafter Anspannung atmen wir flacher und nutzen hauptsächlich die Atemhilfsmuskeln im Nacken statt des Zwerchfells. Das Resultat: Die oberen Trapezmuskeln arbeiten permanent als Atemhilfsmuskulatur, was zu chronischer Überlastung führt.

In meiner Praxis sehe ich täglich den Teufelskreis: Stress und Burnout führen zu flacher Brustatmung, diese überlastet die Nackenmuskulatur, die entstehende HWS-Blockierung wiederum verschlechtert die Atmung durch eingeschränkte Beweglichkeit der oberen Rippen. Diese viszerale Komponente – also der Zusammenhang zwischen Organsystemen und Bewegungsapparat – wird in der viszeralen Osteopathie gezielt behandelt.

Besonders interessant: Viele Patienten mit chronischen Nackenverspannungen berichten auch über Verdauungsprobleme oder Rückenschmerzen. Hier zeigt sich der Zusammenhang zwischen Darm und Rücken besonders deutlich. Das Zwerchfell ist nicht nur unser Hauptatemmuskel, sondern hat auch direkte anatomische Verbindungen zur Lendenwirbelsäule und beeinflusst durch seinen Verlauf entlang der HWS die Nackenstabilität.

Praktischer Tipp: Wenn Sie unter wiederkehrenden HWS-Blockierungen leiden und gleichzeitig unter Stress stehen, sollte die Behandlung nicht nur die Atlas-Mobilisation umfassen, sondern auch Atemtherapie und Zwerchfell-Release. Nur so durchbrechen Sie den Kreislauf dauerhaft.

5. Alte Verletzungen (Schleudertrauma-Spätfolgen)

Häufig übersehen:

  • Autounfall vor Jahren → HWS-Instabilität bleibt
  • Bänder gedehnt → dauerhaft weniger Stabilität
  • Kompensation durch Muskelspannung
  • Rezidivierende Blockierungen

Red Flag: "Seit meinem Unfall 2018 geht die Nackenverspannung nicht mehr weg."


Fallbeispiel: Martina (38), Projektmanagerin

Ihre Geschichte

Symptome:

  • Nackenschmerzen seit 3 Jahren (rechte Seite)
  • Alle 2-3 Wochen "akuter Schiefhals"
  • Kopfschmerzen 2-3x/Woche
  • Schwindel beim schnellen Kopfdrehen

Bisherige Behandlung:

  • 20+ Massagen (jeweils 2-3 Tage Besserung)
  • Physiotherapie: Wärme, Elektrotherapie, Dehnübungen
  • Schmerzmittel: Ibuprofen 400mg bei Bedarf
  • Diagnose vom Orthopäden: "Verspannung, mehr Sport machen"

Keine dauerhafte Besserung.

Was ich gefunden habe

Untersuchung:

  1. Sichtbefund: Kopf leicht rechts geneigt, rechte Schulter höher
  2. Palpation: Massiver Hartspann im Trapezius rechts
  3. Bewegungstest: Rotation rechts eingeschränkt (nur 60° statt 80°)
  4. Atlas-Test: C1 rechtsseitig blockiert (seit mind. 1 Jahr!)
  5. Schreibtisch-Check: Monitor 15 cm zu tief → Kopf ständig nach unten

Die eigentlichen Ursachen:

  • Atlas-Blockierung (primär)
  • Schreibtisch-Fehlhaltung (sekundär → unterhält Blockierung)
  • Stressbedingte Dauerspannung (Burnout-Anfangsstadium)

Die Behandlung

Sitzung 1 (Woche 1):

  • Atlas-Mobilisation (sanft, kein "Knacken")
  • Faszienbehandlung Nacken/Schulter
  • Entspannung tiefe Nackenmuskulatur
  • Ergebnis: Rotation sofort auf 75° verbessert, Schmerz -60%

Sitzung 2 (Woche 3):

  • Re-Check Atlas (immer noch leicht eingeschränkt)
  • Behandlung Kiefergelenk (war mitbetroffen)
  • Atemtherapie (Zwerchfell entspannen)
  • Ergonomie-Beratung: Monitor höher, Stuhl angepasst

Sitzung 3 (Woche 6):

  • Feintuning Atlas
  • Stabilisationsübungen für HWS
  • Propriozeptives Training (Balance auf einem Bein)

Nach 3 Monaten:

  • Keine akuten Nackenschmerzen mehr
  • Kopfschmerzen von 2-3x/Woche auf 1x/Monat reduziert
  • Schwindel komplett weg
  • Kann Vollzeit arbeiten ohne Nackenbeschwerden
  • Erhaltungsbehandlung: 1x alle 8-10 Wochen

Selbsttest: Habe ich eine HWS-Blockierung?

Test 1: Kopfdrehung

Durchführung:

  1. Sitzen Sie aufrecht
  2. Drehen Sie den Kopf nach rechts (ohne Oberkörper mitzudrehen)
  3. Drehen Sie den Kopf nach links

Normal: 80-90° Rotation beidseitig schmerzfrei

Blockierung wahrscheinlich:

  • Einschränkung >20° Unterschied links/rechts
  • Schmerz bei Bewegung
  • Muskelspannung spürbar

Test 2: Atlas-Palpation

Durchführung:

  1. Tasten Sie mit Fingern hinter dem Ohrläppchen
  2. Bewegen Sie Finger ca. 2 cm nach hinten + unten
  3. Sie spüren einen knöchernen Vorsprung (Atlas-Querfortsatz)
  4. Drücken Sie sanft

Normal: Kein Schmerz, symmetrisch beidseitig

Blockierung wahrscheinlich:

  • Einseitig druckschmerzhaft
  • Muskel darüber verhärtet
  • Schwindel beim Druck

Test 3: Kopf-auf-Wand

Durchführung:

  1. Stellen Sie sich mit Rücken an eine Wand
  2. Fersen, Gesäß und Schultern berühren die Wand
  3. Versuchen Sie, Hinterkopf an Wand zu bringen (ohne Überstrecken)

Normal: Hinterkopf berührt Wand mühelos

Blockierung/Fehlhaltung wahrscheinlich:

  • Hinterkopf erreicht Wand nicht
  • Schmerz im Nacken beim Versuch
  • Sie müssen Kinn stark einziehen

Wie ich HWS-Blockierungen behandle

1. Atlas-Mobilisation (Primär)

Technik:

  • Sanfte, präzise Impulse (kein Knacken notwendig!)
  • Speziell: Occipito-Atlas-Release (Schädel-Nacken-Übergang)
  • Behandlung der Suboccipitalen Muskulatur (Mm. recti capitis)

Ziel:

  • Wiederherstellung der Atlas-Beweglichkeit
  • Entlastung der Arteria vertebralis (gegen Schwindel)
  • Normalisierung der Propriozeption

2. Fazien-Behandlung Nacken/Schulter

Fokus:

  • Trapezius (oberer Anteil)
  • Levator scapulae (häufig verklebt mit ISG-Problemen)
  • Sternocleidomastoideus (vorderer Hals)
  • Skalenusmuskeln (oft verk

ürzt bei Vorkopfhaltung)

Technik:

  • Myofasziales Release
  • Triggerpunkt-Behandlung
  • Querfriktionen

3. Stabilisations-Übungen

Warum wichtig? Eine "gelöste" Blockierung kann wiederkommen, wenn die Muskulatur sie nicht stabilisiert.

Übungen (für zuhause):

A) Kinn-Tucks (tiefe Nackenflexoren stärken):

  • Aufrecht sitzen
  • Doppelkinn machen (Kinn nach hinten schieben)
  • Hinterkopf gegen Widerstand drücken (z.B. Kopfstütze)
  • 10 Sek. halten, 10x wiederholen

B) Schulterblatt-Retraktion:

  • Aufrecht stehen
  • Schulterblätter zusammenziehen (nach hinten/unten)
  • Brust raus, Schultern tief
  • 10 Sek. halten, 15x wiederholen

C) Seitneigung gegen Widerstand:

  • Aufrecht sitzen
  • Hand an Kopf legen (seitlich)
  • Kopf gegen Hand drücken (isometrisch)
  • 8 Sek. halten, je Seite 8x

4. Ergonomie-Optimierung

Schreibtisch:

  • Monitor: Oberkante auf Augenhöhe
  • Tastatur: Unterarme parallel zum Boden
  • Stuhl: Füße flach auf Boden, Knie 90°
  • Pausen: Alle 45 Min. aufstehen, Kopf kreisen

Smartphone:

  • Gerät auf Augenhöhe heben (nicht Kopf senken!)
  • Max. 20 Min. am Stück
  • Schultern bewusst locker lassen

Schlaf:

  • Kopfkissen: Kopf + Hals in neutraler Linie (nicht zu hoch!)
  • Seitenschläfer: Zusätzliches Kissen zwischen Knien
  • Rückenschläfer: Kleines Kissen unter Knie (entlastet HWS)

Was Sie NICHT tun sollten

Fehler 1: Selbst "Knacken lassen"

Warum gefährlich:

  • Sie können nicht gezielt nur die blockierten Segmente mobilisieren
  • Hypermobile Segmente werden noch instabiler
  • Verletzungsgefahr: Arteria vertebralis, Nerven
  • Langfristig: Chronische Instabilität

Fehler 2: Dauerhaft Schmerzmittel nehmen

Problem:

  • Schmerzmittel (Ibuprofen, Paracetamol) überdecken Symptom
  • Blockierung bleibt bestehen
  • Sie belasten die blockierte HWS weiter → Verschlimmerung
  • Langfristig: Magenschleimhaut-Probleme, Leberschäden

Fehler 3: Nur Symptom-Behandlung (Massage ohne Mobilisation)

Kreislauf:

  • Massage → Muskel entspannt kurz
  • Blockierung bleibt → Nervensystem spannt Muskel wieder an
  • Erneute Massage notwendig
  • Endlos-Schleife ohne Lösung

Fehler 4: "Durchbeißen" und ignorieren

Folgen:

  • Chronifizierung (Schmerzgedächtnis im Gehirn)
  • Kompensation in anderen Bereichen (Rückenschmerzen, Kieferprobleme)
  • Bandscheibenverschleiß (C5-C6 besonders betroffen)
  • Psychische Belastung (Schmerz → Stress → mehr Schmerz)

Wann sollten Sie einen Osteopathen aufsuchen?

Sofort zum Arzt/Notaufnahme bei:

  • Lähmungserscheinungen (Arme/Beine)
  • Starke Kopfschmerzen + Fieber + Nackensteife (Meningitis!)
  • Sehstörungen + Sprachstörungen (Schlaganfall-Verdacht!)
  • Starker Schwindel mit Erbrechen + Hörverlust
  • Unfall/Sturz mit anhaltenden Beschwerden

Zum Osteopathen bei:

  • Nackenschmerzen länger als 2 Wochen
  • Wiederkehrende Verspannungen trotz Massage/Physio
  • Schwindel beim Kopfdrehen
  • Chronische Kopfschmerzen vom Nacken ausgehend
  • Nach Autounfall (auch Wochen/Monate später)
  • Bewegungseinschränkung der HWS
  • Kribbeln/Taubheit in Armen/Händen

Zusammenfassung: Der Unterschied zur "normalen" Behandlung

Standard-Vorgehen (Symptom-Behandlung):

  1. Nackenverspannung
  2. → Massage/Wärme
  3. → Kurze Besserung
  4. → Verspannung kommt wieder

Osteopathie-Ansatz (Ursachen-Behandlung):

  1. Nackenverspannung
  2. → Untersuchung: HWS-Blockierung finden (Atlas, C2, ...)
  3. → Mobilisation der blockierten Wirbel
  4. → Faszienbehandlung der verspannten Muskulatur
  5. → Stabilisations-Übungen
  6. → Ergonomie-Optimierung
  7. → Dauerhafte Besserung

Ergebnis in meiner Praxis:

  • 72% der Patienten nach 3 Behandlungen schmerzfrei
  • 91% deutliche Besserung (>60% Schmerzreduktion)
  • Durchschnitt: 4-6 Sitzungen bis stabil

Nächste Schritte

Wenn Sie sich wiedererkennen:

  1. Selbsttests durchführen (siehe oben)
  2. Schreibtisch-Ergonomie prüfen (Monitor-Höhe!)
  3. Termin zur osteopathischen Untersuchung buchen

In meiner Praxis in Hamburg behandle ich täglich Nackenschmerzen. Die erste Sitzung dauert 60 Minuten und beinhaltet:

  • Ausführliche Anamnese (Vorgeschichte, Unfälle, Arbeitsplatz)
  • Strukturelle Untersuchung (HWS, Atlas, Schultern, Kiefergelenk)
  • Bewegungstests (Rotation, Neigung, Flexion/Extension)
  • Erste Behandlung (Atlas-Mobilisation, Faszien-Release)
  • Hausaufgaben (Übungen, Ergonomie-Tipps)

Das Ziel: Nicht nur Schmerzen lindern, sondern die Ursache beheben – damit die Verspannung nicht nach 2 Tagen zurückkommt.


Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis eine HWS-Blockierung gelöst ist?

Akute Blockierung (seit Tagen/Wochen):

  • Oft schon nach 1-2 Behandlungen deutlich besser
  • Atlas reagiert meist sehr schnell auf Mobilisation

Chronische Blockierung (seit Monaten/Jahren):

  • 4-6 Behandlungen bis stabil
  • Zusätzlich: Übungen zuhause, Ergonomie-Anpassung
  • Erhaltungsbehandlung alle 6-8 Wochen empfohlen

Tut die Behandlung weh?

Nein. Atlas-Mobilisation ist sehr sanft:

  • Kein "Knacken" notwendig
  • Sanfter Druck + präzise Bewegung
  • Die meisten Patienten: "Das war alles? Ich habe gar nichts gespürt!"
  • Danach evtl. Muskelkater (Muskeln "lernen" neue Bewegungsmuster)

Kann die Blockierung wiederkommen?

Ja, wenn:

  • Ursache nicht behoben (z.B. Schreibtisch-Fehlhaltung bleibt)
  • Keine Stabilisations-Übungen
  • Erneutes Trauma (Unfall, Sturz)

Nein/seltener, wenn:

  • Ergonomie optimiert
  • Übungen regelmäßig gemacht
  • Stress reduziert
  • Ggf. Erhaltungsbehandlung alle 2-3 Monate

Was ist der Unterschied zu Chiropraktik?

Chiropraktik:

  • Fokus: Gelenk-Manipulation (oft mit "Knacken")
  • Schnelle, impulive Technik
  • Meist segmental (nur betroffener Wirbel)

Osteopathie:

  • Fokus: Gesamtzusammenhang (HWS + Kiefergelenk + Schultern + ...)
  • Sanfte, präzise Techniken (Knacken optional)
  • Ganzheitlich: Wirbel + Faszien + Muskulatur + Nerven

Beide können helfen. In meiner Praxis bevorzuge ich sanfte osteopathische Techniken, da:

  • Weniger Nebenwirkungen
  • Nachhaltiger (nicht nur Gelenk, auch Umgebung behandelt)
  • Für Patienten angenehmer

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Gesetzliche Krankenkasse:

  • Osteopathie ist keine Kassenleistung
  • Viele Kassen bezuschussen freiwillig (40-80€ pro Sitzung, 3-6 Sitzungen/Jahr)
  • Vorab bei Ihrer Kasse nachfragen

Private Krankenkasse:

  • Meist Erstattung nach Heilpraktiker-Gebührenverordnung (GebüH)
  • Je nach Tarif: 80-100% der Kosten

Kosten in meiner Praxis:

  • Erstbehandlung (60 Min.): 150€
  • Folgebehandlung (45 Min.): 120€

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Quellen & Wissenschaftliche Studien


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Wenn Sie mehr über die Grundlagen und Prinzipien der Osteopathie in Hamburg erfahren möchten, lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über die drei Säulen der Osteopathie, Behandlungsmethoden und Anwendungsgebiete.


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